Hallo, ich bin Nico Fritz
Wirtschaftspsychologe M.Sc.
Das Problem liegt oft in den Arbeitsbedingungen, nicht in der Person. Da niemand darüber spricht, glauben viele, es liegt an ihnen selbst.
Wir ergründen deine Situation in Ruhe gemeinsam, schaffen Orientierung und finden Wege.
Ohne Aktionismus, ohne Selbstvorwürfe, ohne Druck.
Ein prägendes Erlebnis
Dass sich Menschen in agilen Projekten verloren fühlen können, wurde mir vor langer Zeit klar – in dem Moment, in dem ich in einem agilen Projekt miterlebte, wie ein hochkompetenter, engagierter Kollege plötzlich stressbedingt längerfristig ausfiel. Ein Mensch, der alles gegeben hatte. Einer, dem eigentlich nichts hätte „passieren dürfen“.
Das hat mich getroffen. Damals stellte ich mir die Fragen, die bis heute zentral für meine Arbeit sind:
- Wie kann es sein, dass Menschen, die alles richtig machen wollen, an einem System scheitern, das eigentlich entlasten sollte?
- Wie kann ich Menschen in dieser Lage unterstützen, wieder selbstsicher und -wirksam zu werden?
Kein Einzelfall. Wiederkehrende Muster.
In den Jahren danach habe ich ähnliche Situationen immer wieder erlebt:
- Scrum Master, die täglich versuchen, ihr Team vor zu hohen Anforderungen zu schützen, sich dabei selbst überfordern und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verlieren.
- Agile Coaches, die einen ganzen Unternehmensbereich verändern sollten – ohne echte Rückendeckung von oben. Die frustriert davon sind, dass alle etwas von ihnen erwarten aber keiner zuhört oder ernsthaft mitwirkt.
- Product Owner, die verpflichtend zum Stichtag liefern müssen, aber weder Zeitplan noch Umfang beeinflussen können. Die unsicher sind, weil sie neben all der fachlichen Herausforderung, ihr Team nun „agil" führen sollen.
- Entwicklerteams, die Sprint für Sprint gestresst und ausgebrannt dem Ziel hinterherlaufen, aber kaum zum Arbeiten kommen, weil das nächste Meeting ansteht. Teams, die angeblich alle Freiheiten haben, aber nie die Freiheit, „Nein" zu wichtigen Deadlines und Features zu sagen.
- Entscheider, die mutig nach innovativen Lösungen suchen, damit ihr Bereich endlich nah am Kunden ist und an einem Strang zieht. Die am Ende enttäuscht waren, dass agile Versprechen die alten Probleme auch nicht ändern konnten.
Das Problem liegt häufig nicht in der Person. Es liegt in der Struktur.
Da niemand darüber spricht, glauben viele, es liegt an ihnen selbst.
Meine Haltung
Ich habe damals eine Entscheidung getroffen: Wenn ich in diesem Umfeld arbeiten will, dann nicht als jemand, der Druck verstärkt, zu einem agileren Mindset oder zu mehr Verantwortungsübernahme aufruft. Ich wollte jemand sein, der zuhört, die individuelle Situation von jedem einzelnen versteht und damit Klarheit schafft.
Dabei arbeite ich mit einer Haltung professioneller Ruhe:
kein Aktionismus, keine unrealistischen Versprechen, kein unnötiger Druck.
Als Wirtschaftspsychologe weiß ich, dass Menschen nicht im luftleeren Raum funktionieren. Sie reagieren auf Rollen, Erwartungen, Unsicherheiten, unausgesprochene Regeln und viele weitere Faktoren. Diese Faktoren sichtbar, verstehbar und damit beeinflussbar zu machen, entlastet und bedeutet mir viel.
Diese Haltung ist der Grund, warum Lost in Agile entstanden ist.
Wie ich arbeite
Wir beginnen dort, wo du stehst: bei deiner aktuellen Belastung, deinen Fragen, deinen inneren Konflikten. Ich höre zu – wirklich zu – und ich möchte dich verstehen.
Dann ordnen wir gemeinsam, welche Faktoren aus deinem Umfeld dich unter Druck setzen, wo Ressourcen liegen und wo du bereits Stärken hast, die dir oft gar nicht bewusst sind.
Mit arbeitspsychologischer Diagnostik und strukturierten Werkzeugen machen wir sichtbar, was bisher nur diffus fühlbar war. Das schafft Abstand, Orientierung und neue Handlungsmöglichkeiten.
Mein Ziel ist, dass du wieder spürst:
Ich kann etwas verändern. Nicht alles, aber mehr, als mir bisher bewusst war.
Der Prozess ist stets individuell – abgestimmt auf deine Situation, deine Rolle und deinen Kontext.
Das erlebe ich in Gesprächen
Gespräche sind individuell. Mit etwas Abstand betrachtet, sehe ich diese übergreifende Themen:
- Arbeitsbedingungen haben erheblichen Einfluss.
Rollen, Erwartungen, Zusammenarbeit, Unklarheit – all das beeinflusst Menschen stark, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind. - Viele suchen die Gründe für vermeintliches Scheitern bei sich.
Werden Ziele verfehlt, schreiben viele sich das selbst zu. Druck, Stress und Selbstzweifel werden stärker. - Einsicht entlastet und schafft Möglichkeiten.
Mit ruhigem Blick und etwas Abstand über die eigenen Arbeitsbedingungen zu sprechen entlastet. Schuld fällt ab und Grenzen zu ziehen wird leichter. - Arbeitsbedingungen sind beeinflussbar.
Meist sind Handlungsspielräume größer als zunächst angenommen. Das schafft Möglichkeiten und damit wieder Zutrauen, selbst etwas verändern zu können. - Persönliche Muster sind nicht alles – aber dennoch wichtig.
Nicht alles an der eigenen Arbeit lässt sich ändern. Persönliche Muster bestimmen, wie wir mit unvermeidbaren Problemen umgehen und wie wir uns darin behaupten.
Qualifikation & Erfahrung
Um Menschen im persönlichen Gespräch professionell zu begleiten, habe ich mein Handwerkszeug bei Weiterbildungen vertieft, die Fachlichkeit mit jahrelanger Praxiserfahrung verbinden, u.a.:
- Persönlichkeitsorientierte Beratung
Institut für Motivation, Persönlichkeit, Assessment, Research & Training (IMPART)
Fokus auf Handlungsmotive, Selbststeuerung und individuelle Handlungsstile, um zu erkennen, warum bestimmte Arbeitsbedingungen besonders stressen und wo ungenutzte Stärken liegen. - Selbstmanagement nach dem Zürcher Ressourcen Modell
IMPART
Selbstkongruentes, nachhaltiges Handeln auf Basis bewusster und unbewusster Motive, um genau die beruflichen Ziele zu verfolgen, die zu einem passen und langfristig motivierend sind. - Psychologisch fundierte Coachingausbildung
Deutsche Psychologen Akademie
Schwerpunkt auf Coaching im Kontext von Organisationen, Konflikten, Karriere und Gesundheit, um persönliche Anliegen so anzugehen, dass es im beruflichen Kontext realistisch umsetzbar ist.
Ich unterstütze dich, dich selbst und deine Muster besser zu verstehen. Dadurch kannst du deine Stärken und deine Motivation so für dich nutzen, dass es zu deiner individuellen Arbeitssituation passt.
Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist die strukturierte Analyse von Arbeitsbedingungen, Zusammenarbeit und Managementpraktiken. Ziel ist es, schädliche Belastungen dort zu verorten, wo sie entstehen, und realistische Ansatzpunkte für Veränderung zu finden.
- Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsbedingungen
Deutsche Psychologen Akademie
Gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen systematisch erkennen, bewerten und verändern, damit sie nicht als individuelles Versagen - „die sollen sich nicht so anstellen" - abgestempelt werden. - Teamdiagnose & -entwicklung nach 6teamconditions
Foundational, Advanced & Master Certification bei 6teamconditions
Diagnose und Gestaltung von effektiver Teamarbeit, um einzuschätzen, warum Teams funktionieren oder scheitern – jenseits von Apellen an „agiles Mindset" oder „mehr Ownership". - Evidence-based Management
Carnegie Mellon University
Unterstützt fundierte Entscheidungen jenseits von Trends und Willkür.
Für dich bedeutet das: wir reduzieren dein Anliegen nicht auf dich und deine vermeintlichen Schwächen. Stattdessen betrachten wir dein Anliegen mit Blick auf deine Arbeitsbedingungen und dein Umfeld - sei es das Team oder die gesamte Organisation. Das entlastet und so wird aus „ich muss noch effizienter werden" beispielsweise die Erkenntnis „ich werde klären, wie wir Aufgaben im Team fair verteilt bekommen".
Meine Arbeit fließt auch in Lehre und Fachveröffentlichungen ein:
- Dozent an der Deutschen Psychologen Akademie
- Dozent am Management Center Innsbruck (MCI)
- Fachpublikation im Springer Nature Verlag
Lost in Agile? Coaching als Ressource für überforderte Agile Coaches zwischen Machtlosigkeit und Erwartungsdruck.
Wissenschaftlich fundiertes Wissen verständlich, praxisnah und differenziert zu vermitteln, ist für mich kein Nebenaspekt, sondern Teil meines professionellen Selbstverständnisses. Denn nur was verständlich ist, kann im Alltag wirklich entlasten und wirken.
Ich durfte die robustesten und leistungsfähigsten Teams und die beeindruckendsten persönlichen Entwicklungen in Agilen Projekten erleben und mitgestalten. Ich habe jedoch auch Teams gesehen, die krachend gescheitert sind und leider auch zu viele Menschen gesprochen, die in agilen Projekten an ihre Grenzen kamen. Es geht mir daher nicht um die Frage, ob Agilität an sich gut oder schlecht ist, sondern darum, wie du das beste daraus machen kannst.
Ich kenne Agilität vom Ein-Team-Scrum-Setup bis zu internationalen Softwareprojekten mit hunderten Beteiligten. Ich habe als Agile Coach und Scrum Master gearbeitet, Trainings für agile Rollen durchgeführt und Entscheider, Product Owner, Entwickler und Scrum Master begleitet. Manche wollten in ihrer Rolle wachsen und wirksamer werden – viele waren gerade in einer akuten Überforderung oder Krise. Diese Bandbreite ist für meine Arbeit zentral. Sie ermöglicht mir, Entwicklungswünsche ebenso ernst zu nehmen wie Belastungssituationen. Nicht jede Herausforderung ist ein persönliches Thema, nicht jede Krise ein individuelles Scheitern.
Für dich bedeutet das: wenn du mir von deiner Situation erzählst, verstehe ich dich! Ich kenne die Rollen, die Erwartungen und die Spannungsfelder theoretisch, praktisch und in unterschiedlichsten Konstellationen.
